Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand 01/2026

1. Geltungsbereich & Vertragsgrundlagen

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Verträge, Angebote, Leistungen und Lieferungen der Ruckzack OG (nachfolgend „Auftragnehmer“) gegenüber ihren Kund:innen (nachfolgend „Auftraggeber“), sofern nicht ausdrücklich schriftlich etwas Abweichendes vereinbart wurde.

1.2  Diese AGB gelten sowohl für einmalige Projektleistungen (insbesondere die Erstellung von Websites und Webapplikationen) als auch für laufende Leistungen wie Hosting-, Wartungs-, Betreuungs- und Supportleistungen (Dauerschuldverhältnisse).

1.3 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden ausdrücklich ausgeschlossen und gelten nur dann, wenn ihrer Geltung vom Auftragnehmer ausdrücklich schriftlich zugestimmt wurde. Dies gilt auch dann, wenn der Auftragnehmer Leistungen in Kenntnis solcher Geschäftsbedingungen vorbehaltlos erbringt.

1.4 Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich. Ein Vertrag kommt erst zustande, wenn

  • der Auftragnehmer ein Angebot schriftlich (per E-Mail ausreichend) bestätigt 

  • oder der Auftragnehmer mit der Ausführung der beauftragten Leistung beginnt.

1.5 Vertragsgrundlagen und deren Rangfolge sind – sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart – in folgender Reihenfolge maßgeblich:

  • das individuelle Angebot bzw. der konkrete Auftrag,

  • eine allfällige schriftliche Leistungsbeschreibung,

  • diese AGB.

1.6 Änderungen oder Ergänzungen von Verträgen sowie Nebenabreden bedürfen der Schriftform. Die Schriftform gilt auch durch E-Mail als gewahrt, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

1.7 Diese AGB gelten grundsätzlich für Unternehmer im Sinne des Unternehmensgesetzbuches (UGB). Gegenüber Verbraucher:innen im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) gelten sie nur insoweit, als keine zwingenden gesetzlichen Bestimmungen entgegenstehen.

1.8 Änderungen dieser AGB werden dem Auftraggeber schriftlich bekanntgegeben. Sie gelten als vereinbart, wenn der Auftraggeber den geänderten AGB nicht innerhalb von 14 Tagen ab Zugang schriftlich widerspricht und gleichzeitig auf die Bedeutung des Schweigens besonders hingewiesen wurde.

2. Leistungsarten

2.1 Projektleistungen (Website- & Webapplikationsentwicklung)

2.1.1 Der Auftragnehmer erbringt Projektleistungen insbesondere in den Bereichen:

  • Konzeption, Design und technische Umsetzung von Websites

  • Entwicklung von Webapplikationen

  • Umsetzung individueller Lösungen sowie Lösungen auf Basis gängiger Content-Management-Systeme (z. B. WordPress, Storyblok oder vergleichbare Systeme)

  • technische Beratung, Optimierung und Weiterentwicklung bestehender Systeme

2.1.2 Die geschuldete Leistung ergibt sich ausschließlich aus dem jeweils vereinbarten Angebot bzw. der Leistungsbeschreibung. Der Auftragnehmer schuldet - sofern nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart - keinen bestimmten wirtschaftlichen, technischen oder rechtlichen Erfolg, sondern die fachgerechte Umsetzung der vereinbarten Leistungen nach dem Stand der Technik zum Zeitpunkt der Beauftragung.

2.1.3  Die rechtliche Prüfung von Projekten, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Barrierefreiheit, Wettbewerbs-, Marken- oder Urheberrecht, ist nicht Bestandteil der Leistungen, sofern diese nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart wurden. Der Auftraggeber ist für die rechtliche Zulässigkeit der von ihm bereitgestellten Inhalte und Vorgaben selbst verantwortlich.

2.1.4 Projektleistungen gelten - vorbehaltlich gesonderter Vereinbarung -  als einmalige Leistungen, die mit Abnahme durch den Auftraggeber abgeschlossen sind. Nach Projektabschluss besteht keine Verpflichtung des Auftragnehmers zur laufenden Betreuung, Wartung oder Aktualisierung, sofern keine gesonderte Vereinbarung über laufende Leistungen getroffen wurde.

2.2 Laufende Leistungen (Hosting & Betreuung)

2.2.1 Nach Abschluss eines Projektes kann der Auftraggeber optional laufende Leistungen des Auftragnehmers in Anspruch nehmen. Diese Leistungen stellen Dauerschuldverhältnisse dar und umfassen insbesondere:

  • Hosting von Websites und Webapplikationen

  • technische Wartung und Betreuung

  • Support- und Anpassungsleistungen im vereinbarten Umfang

2.2.2 Der Auftragnehmer bietet hierfür insbesondere folgende standardisierte Pakete an:

  • Hosting Solo: reines Hosting ohne inkludiertes Betreuungskontingent

  • Businesscare Starter: Hosting inkl. eines monatlichen Betreuungskontingents von 0,5 Stunden

  • Businesscare Plus: Hosting inkl. eines monatlichen Betreuungskontingents von 2 Stunden

Darüber hinaus können individuelle Betreuungskontingente schriftlich vereinbart werden.

2.2.3 Betreuungskontingente beziehen sich auf den jeweils vereinbarten Abrechnungszeitraum (Kalenderquartal, sofern nicht anders vereinbart). Eine Betreuungseinheit entspricht 60 Minuten Arbeitszeit. Nicht konsumierte Betreuungseinheiten verfallen mit Ablauf des jeweiligen Abrechnungszeitraums und können nicht in Folgezeiträume übertragen werden. Leistungen, die das vereinbarte Kontingent überschreiten, werden gesondert nach Aufwand abgerechnet.

2.2.4 Der Auftragnehmer schuldet im Rahmen von Hosting- und Betreuungsleistungen keine bestimmte Verfügbarkeit oder unterbrechungsfreie Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, technische Störungen, Ausfälle bei Vorleistungsanbietern oder Ereignisse außerhalb des Einflussbereichs des Auftragnehmers können zu temporären Einschränkungen führen.

2.2.5 Soweit nicht ausdrücklich vereinbart, sind Datensicherungen, Sicherheitsprüfungen, Funktionskontrollen nach Updates oder inhaltliche Pflege nicht Bestandteil der Hosting- oder Betreuungsleistungen.

3. Projektabwicklung & Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

3.1 Der Auftraggeber verpflichtet sich, dem Auftragnehmer alle für die Durchführung des Projektes erforderlichen Informationen, Inhalte, Unterlagen, Zugänge und Freigaben vollständig, richtig und rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Dies umfasst insbesondere Texte, Bilder, Grafiken, Logos, Zugangsdaten zu Systemen sowie organisatorische und technische Vorgaben.

3.2 Der Auftraggeber stellt sicher, dass sämtliche von ihm bereitgestellten Inhalte frei von Rechten Dritter sind oder die erforderlichen Nutzungsrechte eingeholt wurden. Der Auftraggeber haftet für die rechtliche Zulässigkeit der von ihm gelieferten Inhalte und hält den Auftragnehmer im Falle einer Inanspruchnahme durch Dritte schad- und klaglos.

3.3 Verzögerungen, die auf eine verspätete, unvollständige oder fehlerhafte Mitwirkung des Auftraggebers zurückzuführen sind, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers. Vereinbarte Termine und Fristen verlängern sich entsprechend; allfälliger Mehraufwand kann gesondert verrechnet werden.

3.4 Änderungen oder Erweiterungen des ursprünglich vereinbarten Leistungsumfangs („Change Requests“) bedürfen einer gesonderten Vereinbarung. Der Auftragnehmer ist berechtigt, hierfür zusätzliche Kosten sowie eine Anpassung des Zeitplans geltend zu machen.

4. Abnahme von Projektleistungen

4.1 Nach Fertigstellung der vereinbarten Projektleistung ist der Auftraggeber verpflichtet, diese innerhalb einer angemessenen Frist, spätestens jedoch binnen 14 Tagen, zu prüfen und abzunehmen.

4.2 Die Abnahme gilt als erfolgt, wenn:

  • der Auftraggeber die Leistung schriftlich freigibt oder

  • die Leistung produktiv genutzt wird oder

  • der Auftraggeber innerhalb der Abnahmefrist keine wesentlichen Mängel schriftlich rügt.

4.3 Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme. Diese werden im Rahmen der Gewährleistung behoben.

4.4 Mit der Abnahme gilt das Projekt als abgeschlossen. Eine darüber hinausgehende Betreuung, Wartung oder Aktualisierung ist nicht geschuldet, sofern keine gesonderte Vereinbarung über laufende Leistungen getroffen wurde.

5. Hosting- & Betreuungsleistungen

5.1 Hosting- und Betreuungsleistungen stellen laufende Leistungen (Dauerschuldverhältnisse) dar und werden gesondert vom Projektgeschäft vereinbart.

5.2 Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweils gebuchten Paket (Hosting Solo, Businesscare Starter, Businesscare Plus oder individuell vereinbarte Pakete).

5.3 Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Erbringung von Hosting- und Betreuungsleistungen geeignete Subunternehmer oder Infrastruktur von Drittanbietern (z. B. Rechenzentren, Cloud-Provider) einzusetzen.

5.4 Der Auftragnehmer bemüht sich um einen sicheren und stabilen Betrieb, schuldet jedoch keine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates, technische Störungen oder Ausfälle bei Drittanbietern können zu temporären Einschränkungen führen.

5.5 Der Auftragnehmer übernimmt keine Haftung für Sicherheitslücken, Funktionsstörungen oder Inkompatibilitäten, die durch eingesetzte Drittsoftware (z. B. Plugins, Themes, externe APIs) verursacht werden, sofern deren Auswahl oder Einsatz nicht ausdrücklich vom Auftragnehmer empfohlen oder vertraglich geschuldet war.

5.6 Soweit nicht ausdrücklich vereinbart, übernimmt der Auftragnehmer keine Verantwortung für:

  • regelmäßige Datensicherungen

  • inhaltliche Aktualisierungen

  • Funktionsprüfungen nach System- oder Plugin-Updates

  • rechtliche Konformität (z. B. DSGVO, Barrierefreiheit)

6. Laufzeit & Kündigung

6.1 Hosting- und Betreuungsverträge werden auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

6.2 Beide Vertragsparteien sind berechtigt, diese Verträge unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende schriftlich (per E-Mail ausreichend) zu kündigen.

6.3 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei:

  • erheblichem Zahlungsverzug

  • schwerwiegender Vertragsverletzung

  • Nutzung der Leistungen zu rechtswidrigen Zwecken

6.4 Im Falle der Vertragsbeendigung ist der Auftraggeber für die rechtzeitige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich, sofern nicht ausdrücklich eine Übergabe oder Migration vereinbart wurde.

6.5 Im Falle einer Kündigung besteht kein Anspruch auf Rückerstattung bereits bezahlter Entgelte.

Offene Forderungen bis zum Vertragsende bleiben unberührt und sind vollständig zu begleichen.

7. Preise & Zahlungsbedingungen

7.1 Alle Preise verstehen sich in Euro zuzüglich der jeweils gültigen Umsatzsteuer.

7.2 Projektleistungen werden – sofern nicht anders vereinbart – einmalig abgerechnet. Hosting- und Betreuungsleistungen werden monatlich im Voraus fakturiert.

7.3 Rechnungen sind binnen 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.

7.4 Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zu verrechnen sowie Leistungen bis zur vollständigen Zahlung auszusetzen.

8. Preisanpassung für laufende Leistungen

8.1 Der Auftragnehmer ist berechtigt, die Entgelte für laufende Leistungen (Hosting- und Betreuungsleistungen) jährlich anzupassen.

8.2 Eine Preisanpassung kann insbesondere erfolgen aufgrund:

  • Änderungen des aktuellen Verbraucherpreisindex (VPI) der Statistik Austria oder

  • nachweisbare Kostensteigerungen (z. B. Personal-, Infrastruktur-, Lizenz- oder Energiekosten).

8.3 Der Auftragnehmer wird den Auftraggeber über eine geplante Preisanpassung mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten schriftlich informieren.

8.4 Widerspricht der Auftraggeber der Preisanpassung innerhalb von 14 Tagen ab Zugang der Mitteilung, ist er berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisanpassung außerordentlich zu kündigen. Erfolgt kein Widerspruch, gilt die Preisanpassung als akzeptiert.

9. Gewährleistung

9.1 Für Projektleistungen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen, soweit diese nicht im unternehmerischen Verkehr zulässig eingeschränkt werden.

9.2 Im B2B-Bereich beträgt die Gewährleistungsfrist sechs Monate ab Abnahme.

9.3 Für Hosting- und Betreuungsleistungen wird keine Gewähr für eine bestimmte Verfügbarkeit oder Fehlerfreiheit übernommen.

10. Haftung

10.1 Der Auftragnehmer haftet ausschließlich für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen, sofern keine Personenschäden betroffen sind.

10.2 Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn, Datenverluste, Betriebsunterbrechungen oder Folgeschäden ist ausgeschlossen.

10.3 Eine Haftung für Inhalte, Daten oder Systeme des Auftraggebers sowie für Leistungen von Drittanbietern ist ausgeschlossen.

11. Urheberrecht & Nutzungsrechte

11.1 Nach vollständiger Bezahlung räumt der Auftragnehmer dem Auftraggeber ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den erstellten Arbeitsergebnissen für den vereinbarten Zweck ein.

11.2 Weitergehende Rechte, insbesondere Weitergabe, Bearbeitung oder Weiterlizenzierung, bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.

12. Datenschutz & Geheimhaltung

12.1 Die Vertragsparteien verpflichten sich zur Einhaltung der jeweils geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO.

12.2 Vertrauliche Informationen sind geheim zu halten und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden, sofern dies nicht zur Vertragserfüllung erforderlich ist.

13. Schlussbestimmungen

13.1 Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Kollisionsnormen. Gerichtsstand ist der Sitz des Auftragnehmers.

13.2 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.